Nomad Games 2018

Bei der Sommerplanung hatten wir diverse Ideen im Kopf und entschieden uns schlussendlich, die Nomad Games am Issy Kol zu besuchen.
Die kirgisische Regierung hatte 2012 beschlossen, die Nomad Games durchzuführen, damit die Kultur der Nomaden erhalten bleibt. Die ersten Spiele wurden 2014 abgehalten, wobei 583 Athleten aus 19 Nationen teilnahmen. Alle zwei Jahren finden sie nun statt und für dieses Jahr waren 3000 Athleten aus 77 Nationen angemeldet. Dabei wurden die Kräfte in den verschiedensten traditionellen Disziplinen gemessen. Oft waren dabei Pferde im Spiel, oder es wurde auf verschiedenste Arten Wrestling ausgeübt. Nicht fehlen durften auch die intellektuellen Spiele wie Mangala und Wettkämpfe mit Adlern, sowie Pfeil und Bogen.

Wir machten uns mit Aaron und Vera, sowie Dani, Sharyn und Anouk auf an die Nomad Games. Zuerst hiess es, den Eingang zu dem riesigen Gelände zu finden und dann ging es entlang von vielen Verkaufs- und Essständen in die grosse Arena. Dort fand gerade das bekannteste Spiel aus Kirgisistan statt: Kok-Boru. Dabei spielen zwei berittene Teams gegeneinander und das Ziel ist es, eine tote Ziege in das vorgegeben Loch zu werfen. In Kirgisistan gibt es sogar eine Liga dafür und es werden Spiele im Fernsehen übertragen. An diesem Nachmittag hatten wir das Glück, ein Spiel zwischen Usbekistan und Baschkortostan, einer unbekannten Provinz im Osten Russlands, mitverfolgen zu können.

In dieser riesigen Arena fand das Spiel Kok-Boru statt
Gut gelaunt waren auch die Kleinsten

Abends fanden wir dann einen schönen Stellplatz unweit des Spielgeländes direkt am See. Wir trafen noch ein paar andere Reisende und der Standort des Camps sprach sich schnell herum, so dass wir jeden Abend ca. 8 Fahrzeuge und einige Radfahrer waren. Gesellig wars und auch diejenigen, welche nur eine Nacht bleiben wollten, verlängerten ihren Aufenthalt. Zu Fuss konnten wir aufs Festgelände gehen, der See lag zu unseren Füssen und am zweiten Tag fand auch das 80 km Pferderennen neben unserem Camp statt. Dabei waren die Pferde und Reiter morgens noch munter und frisch, doch den Tag durch liess die Motivation nach und die Anzahl der Teilnehmer nahm ab.

Unser Platz am Strand…
… von oben
Teilnehmer des 80 km Pferderennens – morgens

Einen Tag verbrachten wir noch im Ethnovillage Kyrchy, wo wir hautnah verschiedene Darbietungen mitverfolgen konnten. Zudem gab es überall Musik, leckeres Essen und auch ein grosser Markt, wo viele Souvenirs und Handgemachtes angeboten wurde. Das Festgelände war riesig und es gab überall etwas zu sehen.

Neben Pferden waren auch Kamele anwesend
Die Teilnehmer massen sich beim Aufbau der Jurten,
beim Kochen von diversen Gerichten,
beim Tanzen
und bei einfachen Kraftübungen
Dabei kam auch das Essen nicht zu kurz – hier die traditionellen Kochtöpfe „Kazan“
Frisch grillierte Shashliks und frische Brötchen
Allerlei Farbiges wurde feilgeboten, hier Töpferware aus Usbekistan
Auch Sättel und Peitschen gab es zum Kaufen

Leider konnten wir nicht die ganze Zeit bleiben, da Johannes und Mikel ihr nächstes Abenteuer geplant hatten und wir dafür nochmals nach Bishkek mussten. Trotzdem war es ein eindrückliches Erlebnis, in die bunte Welt der Nomaden eingetaucht zu sein.

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