Abenteuer Transsibirische Eisenbahn

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren? Uns drei ging es auf jeden Fall so und da wir uns schon im Herzen von Sibirien befanden, wollten wir auf die andere Seite von Russland fahren, genauer gesagt bis nach Vladivostok. Wir hatten schon vorgängig die Tickets für die dritte Klasse gebucht uns so ging es abends vollbepackt auf den Zug. Für die nächsten 66 Stunden hatten wir viel Essen dabei und zudem musste auch einiges an Kleider und Spielzeug für die zwei Jungs mit.

Bereit für die Reise in der Bahnhofshalle von Irkutsk
Und hier die zwei vollbepackten Mammas vor dem Zug

Nachdem die Betten bezogen waren, schickten wir die Kinder ins Bett, da es schon nach neun Uhr abends war. Auch wir waren müde und schliefen zum Geschaukel des Zuges ein. Am nächsten Tag hiess es, einen Alltag in das Zugleben zu bringen. Morgens Porridge für die Kinder und Kaffe und Tee für die Erwachsenen kochen, dann alles ein wenig aufräumen und uns informieren, wann der nächste längere Halt sein wird. Es gab ca. 2-3 längere Halts von ca. 30 Minuten, welche wir schön durchplanten. Einer durfte immer im Zug bleiben und zwei gingen mit den Kindern raus. Zu sehen gab es einiges, andere Züge, viele Leute die an die frische Luft gingen und oftmals gab es kleine Läden oder Restaurants, wo Proviant für unterwegs gekauft werden konnte. Am liebsten waren uns jedoch die Babuschkas, die frisch zubereitete Leckereien oder frisch gesammelte Beeren und Gemüse aus den Gärten verkauften.

Johannes und Ole erkunden das Bahnhofsgelände
Was gibts denn da Leckeres zum Essen?

Zurück im Zug hiess es dann die Kinder bei Laune zu halten, was aber nicht so schwer war. Es gab noch zwei andere Kinder, die in unserem Waggon mitreisten und so war immer einiges los.

Die Kinder toben sich aus

Zudem spazierten wir öfters den Waggon rauf und runter und die Mitreisenden hatten ihre Freude an Ole und Mattis und immer wieder wurde ihnen etwas zugesteckt. Dank dem Russisch von Theres konnten wir uns auch mit den anderen Passagieren unterhalten, welche uns spannende Geschichten aus ihrem Leben an der Ostküste Russlands erzählten. Schön, wild und abgelegen muss es da sein...

Hier den Gang runter war unser Spazierweg

Nicht zu vergessen ist auch, dass wir oftmals einfach aus dem Fenster schauten und die vorüberziehenden Wälder, Wiesen und Landschaften genossen. Zudem passierten wir einige Gebiete, die recht sumpfig wirkten, ein wunder, dass der Zug da ohne Probleme durchkommt. Ab und zu fuhren wir auch durch Dörfer und sahen Menschen beim Arbeiten. Nach über 60 Stunden Zugfahrt verliessen wir wie viele andere den Zug in Chabarovsk, eine halbe Tagesreise von Vladivostok entfernt, um uns zwei Tage in einer Wohnung zu erholen und die Stadt zu erkunden.

Ausblick aus dem Fenster: zum Glück blieb da niemand stecken
In Chabarovsk gabs noch einige alte, wunderschöne Holzhäuser,
einen riesigen zentralen Platz
und viele Springbrunnen, die es Mattis angetan hatten

Danach nahmen wir nochmals einen Nachtzug und kamen am nächsten Morgen direkt am Meer in Vladivostok an. Nun hatten wir sechs Tage Zeit, diese Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Neben Spaziergängen am Meer besuchten wir ein U-Boot, unternahmen eine Schiffstour, gingen auf Spielplätze, kochten lecker und schauten uns auf dem riesigen Basar im Osten der Stadt um.

Diese markante Brücke überspannt einen Meeresarm
Direkt neben dem Bahnhof war eine Verladestation für Güter nach Südkorea
Alle zusammen nach der Besichtigung des U-Bootes
Was für eine gute Idee, mit weissen T-Shirts Wassermelone zu essen…

Ausser uns gab es noch viele andere Touristen, mehrheitlich Chinesen, die so wie wir gehört hatten, ein wenig „Europäische Luft“ schnuppern wollten. Am letzten Tag ging es für Christa und Ole schon frühmorgens los auf den Flughafen, wir hatten spät abends einen Flug, der uns wieder nach Irkutsk zu Emma brachte.

Mattis sucht sich schon einmal das Flugzeug nach Irkutsk aus

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