Zurück in Mattis Geburtsstadt

Nun standen wir irgendwo in der kasachischen Steppe und alles um uns herum war weiss. Wir fuhren in die nächste Stadt und verbrachten ein paar Stunden, um an Geld zu kommen, eine Handykarte zu besorgen und Lebensmittel einzukaufen. Die Sonne schien noch ziemlich stark und so verwandelte sich der Schnee im Städtchen zu Matsch und riesigen Wasserpfützen.

Irgendwo in Kasachstan; es gab wieder einmal richtige Hügel

Unser nächstes Ziel war der Hafen in der Nähe von Kuryk, wo wir die Fähre über das Kaspische Meer erreichen wollten. Freunde von uns waren schon dort und hielten uns auf dem Laufenden, wann die nächste Fähre gehen wird. Zeitgleich konsultierten wir das Wetter im Internet und machten uns ein Bild, wann zwischen den Herbststürmen wieder ein ruhigeres Fenster anstand und dies galt es zu erwischen. Die erste Nacht zurück in Kasachstan verbrachten wir auf einem Parkplatz hinter Schneeverwehungen und es blies ein eisiger Wind. Uns hielt nicht mehr viel und so gaben wir am nächsten Tag Gas und kamen abends am Hafen an. Alle waren da, aber es gab noch keine Ambitionen, dass man auf die Fähre konnte. Der Hafen war eine von Chinesen neu errichtete Anlage, alles war schnell und billig gebaut worden und zudem lag er überhaupt nicht an einer geschützten Lage. Wir trafen nun wieder auf unsere Freunde und noch auf ein paar andere Reisende. Wir konnten uns registrieren, aber dann kam alles wieder ins Stocken. Am nächsten Tag, als wir beim Mittagessen waren, hiess es plötzlich, wir sollten aufs Gelände fahren. Also sofort aufräumen und los. Als wir dann endlich auf dem Gelände waren ging es nicht mehr weiter.

Alle waren wir am warten…

Im Verlauf des Nachmittages konnten wir noch das Ticket kaufen und als es schon dunkel war, wurde die Fähre beladen. Wir bekamen eine Kabine für uns und machten es uns darin gemütlich. Beim Essen hatte Mattis ganz schnell das Herz der Küchenchefin erobert und so wurde er nach Strich und Faden verwöhnt. Irgendwann fielen wir dann müde ins Bett und nachts um drei Uhr wurden wir ziemlich unsanft geweckt. Die Kasachen wollten noch alle Papiere der Passagiere kontrollieren. Nur so als kleine Bemerkung, das Schiff legte erst am nächsten Tag um 9 Uhr morgens ab...

Die Zeit auf dem Schiff war kurzweilig, es gab einiges zu entdecken und wir durften auch zum Kapitän um ein Schwätzchen zu halten. Johannes hatte zudem an Bord noch ein Zettel gesichtet, auf welchem stand, ab wieviel Seemeilen Entfernung zum Ufer welcher Abfall ins Meer geworfen werden darf. Und dies bei einer Überfahrt von 24 h (als einziges dürfen keine Autoreifen versenkt werden). Wir wollen nicht einmal im Entferntesten daran denken, was von all den Schiffen, die weltweit unterwegs sind, alles im Meer landet.

Beim Kapitän…
… und an der frischen Luft

In Azerbaijan kamen wir dann früh am nächsten Morgen an. Die Passkontrolle verlief schnell, aber das restliche Prozedere mit Einfuhr und Gebühren dauerte den ganzen Morgen. Danach hiess es Fahrt Richtung Georgien. Azerbaijan war eher karg, doch verglichen mit Kasachstan waren die Temperaturen wieder höher. In zwei Tagen schafften wir es bis an die Grenze nach Georgien, welche wir abends glücklich passierten. In einer kurzen Fahrt ging es dann zurück in Mattis Geburtsstadt und wir stellten uns erstmals an den Lisi Lake.

Aufgenommen in Tbilisi – Europa ist nicht mehr weit.

Am folgenden Tag trafen wir uns wieder mit einigen unserer Freunde und schön war es, sie in die Arme zu schliessen. Für die nächste Woche hatten wir mit Paul und Marcella, sowie Beni und Sonja ein Airbnb gebucht. Johannes machte in der Zeit Emma winterklar und ab und an streiften wir auch durch Tbilisi. Es war schön, uns wieder an alte Zeiten zu erinnern. Ende November verabschiedeten wir uns von allen und machten uns für den Heimaturlaub startklar. Zu Hause wartete einiges zum Organisieren auf uns...

Unser Freund und Helfer – Ucha.

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