Ein Hin und Her …

... erst nach Kroatien und wieder zurück nach BIH!!!! In Kroatien sind uns als erstes die guten Strassen aufgefallen, auf welchen wir Richtung Küste unterwegs waren. An der Küste angkommen gabs dann auch viele Touristen, ein ziemlicher Kontrast zu unserem Bosnienaufenthalt. Die ersten Tage verbrachten wir in Starigrad, am Tor zum Nationalpark Paklenica. Während den nächsten zwei Wochen hatten wir Begleitung von 3 Freunden aus Stuttgart. Die erste Woche verbrachten wir mit Klettern in Paklenica und Erholungstagen am Meer.

Sonnenuntergang in Starigrad
Sonnenuntergang in Starigrad

Danach ging es weiter südlich, Überland nach Omiš, in welcher Nähe wir eine Woche auf einem Campingplatz verbrachten. Tagsüber gingen wir nach dem Ausschlafen und ausgiebigem Frühstück entweder klettern, schnorcheln und nach Wracks tauchen oder einfach die Seele am Strand baumeln lassen.

Strand in Mimice
Strand in Mimice
Markus am Strand in Mimice
Markus am Strand in Mimice
Auch die Bora hat uns besucht...
Auch die Bora hat uns besucht…

Irgendwann war dann auch die Zeit gekommen, um von Oli und Markus Abschied zu nehmen. Schweren Herzens liessen wir sie nach Hause fahren, nahmen jedoch Hannes mit zurück nach Bosnien.

In den zwei Wochen hatten wir wieder Heimweh nach der Dona Farm bekommen, so beschlossen wir ziemlich kurzfristig, nochmals zurück zu fahren.
Freitag Abend ging es dann bei Aržano nach Bosnien und weiter durch eine ländliche Gegend auf einem Hochplateau Richtung Mrkonjić Grad. Die Gegend war teils karg besiedelt, diverse Warnschilder machten auf vorhandene Minen aufmerksam, neben den Strassen waren grosse Krater ersichtlich und auf einer Teilstrecke diente die Strasse im Krieg als Flugzeugpiste. Ziemlich eindrücklich, trotzdem war die Landschaft schön und beeindrucken. Zwischendrin schlugen wir unser Nachtlager neben der Strasse auf.
Am nächsten Morgen ging es früh los nach Srbac, wo wir einen Überraschungsbesuch abstatteten. Wir blieben nochmals 3 Tage und wollten dann in der Nähe von Banja Luka klettern gehen. Als wir uns dann nach Kameni Most (Steinbrücke) aufmachten und nach einem geeigneten Übernachtungsplatz suchten, trafen wir weitere Deutsche, welche von einem Kletter- und Highlinefestival erzählten, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Nach langem hin und her infolge Platzmangel beim Festivalplatz entschlossen wir uns trotzdem, das Ganze vor Ort anzuschauen und siehe da, wir fanden sogar einen Stehplatz für unseren riesen Lkw.

Das Festival heisst Drill and Chill Festival und befindet sich oberhalb eines Canyons der Strasse von Banja Luka nach Sarajevo. Die Entstehungsgeschichte des Festivals kann auf folgendem Link angeschaut werden:

Drill and Chill Festival

Das Festival ist extrem kool, hat einen chilligen Zeltplatz, die Gastfreundschaft der lokalen Organisatoren ist richtig bosnisch, nach der Anmeldung bekommt man erst mal ein Glas Rakija und im Preis ist das Abendessen inklusive, leckere bosnische Küche. Dann gibts noch diverse Highlines, die längste war quer über den Canyon gespannt und 430 m lang. Von uns getraute sich nur Hannes auf eine Highline.

Blick auf den Tijesno Canyon
Blick auf den Tijesno Canyon
Hannes auf der "kurzen" Highline
Hannes auf der „kurzen“ Highline

Nach drei Nächten ging es nach einer morgendlichen Kletterrunde weiter nach Sarajevo, durch eindrückliche Landschaft im Canyon von Vrbas. Um 8 Uhr Abends, als es schon dunkel war, kamen wir in Pale an, einem Ort 15 km vor Sarajevo. Hier konnten wir bei Bekannten von der Dona Farm im Garten stehen. Wir machten uns am nächsten Tag auf, Sarajevo zu erkunden mit einem langen Stadtbummel inklusive diversen Caffebesuchen. In den Abend starteten wir mit einem leckeren Abendessen. Dann ging es zu einem Jazzkonzert und anschliessend in den Underground Club, wo eine Band Covers von Ex Jugo-Rocksongs spielten. Ausgeklungen haben wir die Nacht in einem kleinen Technoclub, in Sarajevos Untergrund. Den Samstag verbrachten wir dann mit Ausschlafen und Hannes zu verabschieden, der zurück ins herbstliche Deutschland flog. Am Abend gab es erst ein leckeres bosnischen Essen und dann Ausgang in Pale. Am nächsten Tag gings nochmals nach Sarajevo, mit der Tochter unserer Gastgeber, Alexandra und ihrem Freund Jovan. Toll wars!!

Jovan, Alexandra und Johannes in Sarajevo
Jovan, Alexandra und Johannes in Sarajevo
Der Fluss Miljacka in Sarajevo
Der Fluss Miljacka in Sarajevo
Bauliche Gegensätze
Bauliche Gegensätze
Sebilj
Sebilj
Sarajevo
Sarajevo

Montags gingen wir nach der Schule von Alexandra mit ihr und ihrem Papa aufs Land, wo das Elternhaus von unserem Gastgeber stand. Vollkomen in der Natur, mit grossem Grundstück und diversen Tieren. Am nächsten Tag kam dann wieder das leidige Thema Abschied nehmen, wir haben mit Alexandra noch den letzten Kaffe getrunken und dann hiess es von allen Abschied zu nehmen, mit dem Wissen, dass man sich vielleicht wieder einmal sieht.

Pferde
Pferde
Katzenbabys
Katzenbabys

Weiter ging es Richtung Osten und infolge Höhenbeschränkung auf eine lokale Strasse, in die Berge hinauf und bei einem Aussichtspunkte, besser gesagt Gedenkstätte für Kriegsopfer, verbrachten wir die Nacht im dicksten Nebeln.

Übernachtungsplatz Hadzdici
Übernachtungsplatz Hadzdici

Ausblick früh morgens
Ausblick früh morgens

Unbeschreiblich...
Unbeschreiblich...

Anderntags machten wir uns früh auf an die montenegrinische Grenze, gaben unsere letzten Mark aus und passierten die Grenze ohne Probleme.

Uns hat es in Bosnien super gefallen. Wir hoffen für das Land und die komplette Balkan Region, dass sich die Konflikte legen und die verschieden Menschen ein friedliches Miteinander finden.

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