Kunterbunter Besuch in einer kunterbunten Stadt

Zum Jahreswechsel hatte sich reichlich Besuch angemeldet – die eine Hälfte kam gut geplant die andere chaotisch spontan. So mussten wir gar nicht lange überlegen, wohin wir nach Batumi sollten und buchten uns auch mal wieder „Luxus“.

Der Freedom Square - sozusagen der Mittelpunkt der Stadt um die zwei Weihnachtsmarkt- und Silvesterfeste recih geschmückt
Der Freedom Square – sozusagen der Mittelpunkt der Stadt und um die Weihnachts- und Silvesterzeit reich geschmückt
Der "Luxus" - vor unserer Wohnung wurde Emma für 10 Tage abgestellt
Der „Luxus“ – vor unserer Wohnung wurde Emma für 10 Tage abgestellt

Am 30.12. landete Hannah, die Cousine von Johannes, mit Jacob in Tbilisi am Flughafen und wurden von uns beiden abgeholt. Der Empfang war herzlich und wir freuten und riesig auf ihren Besuch – auch weil der Besuch viele kleine „Geschenke“ von daheim mitbrachte. Auch fiel der Geburtstag von Johannes genau auf dieses Datum. Da wir aber bis 3 Uhr Nachts unterwegs waren (Bus und Taxi, ca. eine Stunde von Flughafen bis zur Wohnung), waren wir alle froh, als wir daheim im Warmen Wein trinken und uns noch lange unterhalten konnten. Am nächsten Morgen gingen wir dann die Stadt erkunden. Wir fuhren mit der U-Bahn ins Zentrum, liefen von dort aus zur „Mother of Georgia“, eine gewaltige Statue am Rande der Altstadt, welche man auch bequem mit Gondeln erreichen kann und von da auch wieder durch die Altstadt hinunter. Ein Stopp in einem kleinen Kaffee erwärmte wieder alle Gemüter und es ging weiter durch die Stadt bis die Dämmerung einsetzte und wir erschöpft daheim ankamen.

Die Stadt erkunden - hier auf dem Weg zur U Bahn
Die Stadt erkunden – hier auf dem Weg zur U-Bahn
Der Blick auf die alten Stadtmauern - und die davon liegende Altstadt
Der Blick auf die alten Stadtmauern – und die davor liegende Altstadt
Auch diese Fußgängerbrücke ist wohl bekannt ... der Name uns leider entfallen
Auch diese Fußgängerbrücke ist wohl bekannt … Bridge of Peace

Am 31. erwarteten wir auch Matze und Jane, ein Freund aus dem Studium und seine große Liebe. Aber wie es bei Matze wohl mal so ist, verspätete sich aufgrund von Nebel alles um ca. 21 Stunden, also soweit, dass es schon wieder knapp wurde zum Jahreswechsel da zu sein ... aber es klappte!!!! Wir trafen uns abends in der Stadt und verschwanden in ein uriges Touri Lokal, in welchem wir uns erst mal die Bäuche voll schlugen. Es gab Bohnen, Chatschapuri in all seinen Formen und Varianten, und noch vieles dazu – vor allem Bier!! Um halb 12 Ortszeit machten wir uns auf den Weg auf eine Anhöhe, unweit der riesigen Statue, welche wir am Vortag besichtigt hatten, um den Blick auf die Stadt geniessen zu können. Dies schafften wir gerade so auf die Minute und dank Hannah und Jacob hatten wir auch Sekt, Wodka und was zum Mischen und dank uns sogar eine Schokotorte dabei, die es in sich hatte. Wir rutschten gut rein, mit vielen Gesprächen und erstaunlicherweise wiesen sich die Georgier in Sachen Feuerwerk sehr diszipliniert an (normal ist das nicht unbedingt die Stärke hier) und eine halbe Stunde später hörte man fast nichts mehr!!! Das sind wir uns aus deutschen Großstädten nicht gewohnt, wo bis dreie Nachts wie verrückt rumgeballert wird. Naja – Wir genossen noch lange den Wodka und die Torte kam bis auf einen kleinen Rest auch weg. Dann geisterten wir durch die Stadt. Hier noch ein Bierchen und eine Shisha, da noch ein Bierchen und einen Kurzen – und betrunken waren wir am Ende alle und auch froh, ins Bett zu kommen ... .

So verschliefen wir den Ersten eigentlich ziemlich komplett. Theres schaffte es noch ein wenig raus, da sie früher wie der Rest die Einsicht hatte und dem Alkohol den Laufpass gab. So war der Tag eher lahm und am Abend machten wir Pizza, um dann schnell wieder im Bett zu verschwinden – man wird nicht Jünger. Aber es war Super!!!

Am Zweiten gingen wir zu viert in die Stadt, um ein wenig durch den Bazar zu geistern, mussten aber schnell feststellen, dass die Läden immer noch zu hatten. Es wurde uns gesagt, dass am Dritten wieder alles öffnet und andere wussten es selber nicht so genau. Nachdem wir in einer Halle des Bazars von Einheimischen auf Wein und Chatschapuri mit Käse und vielen Beilagen eingeladen wurden, verwickelten wir uns in ein Gespräch und mussten schauen, dass wir vor der großen Trunkenheit die Kurve bekommen, da Hannah und Jacob nach Gori fahren wollten, um das Stalin Museum zu besichtigen. So fanden wir ein Ende mit den drei Jungs und fuhren mit einem Minibus zum großen Busbahnhof, um dort für die Zwei den richtigen Bus zu suchen und zu finden. Wir schlenderten noch ein wenig über den Bazar am Bahnhof und machten uns dann auf den Weg in die Stadt, um Jane und Matze zu treffen. Zusammen genossen wir einen langen Spaziergang durch den botanischen Garten.

Frühschoppen ... Wein Chatschapuri Käse und vieles dazu - vor allem das nette Gespräch in gefühlten 10 verschiedenen Sprachen - Hände und Füße sind das wichtigste!
Frühschoppen … Wein, Chatschapuri, Käse und vieles dazu – vor allem das nette Gespräch in gefühlt 10 verschiedenen Sprachen – Hände und Füße sind das Wichtigste!
Der botanische Garten in Tbilisi ...
Der botanische Garten in Tbilisi …
... wunderschön und auch riesen groß ...
… wunderschön und auch riesen groß …
... man kann sich stundenlang hier aufhalten und findet immer noch neues
… man kann sich stundenlang hier aufhalten und findet immer noch Neues
Beim rumtrödeln auf einer Hängebrücke ...
Beim Springen auf der Hängebrücke …
... beim rumtrödeln in der Stadt!!!
… beim Rumblödeln in der Stadt!!!

Den darauffolgenden Tag hatten wir zur freien Gestaltung, die einen zwei noch in Gori, die anderen zwei in Gudauri, um die Pistenwelt Georgiens zu entdecken!! Wir entschieden uns, Martina, Klara und Sven zu besuchen, welche am Turtle Lake ihr Heim bezogen hatten. So schlenderten wir durch die großen Straßen und durch die am Rande liegenden Viertel Tbilisi`s und beobachteten das Leben hier. An einem riesigen Kriegsdenkmal ging es hinauf zum See, für die Faulen waren auch Gondeln da. Bei wärmender Sonne war es ein schöner Spaziergang mit einem ausgiebigen Kaffee. Auf dem Heimweg machten wir einen Abstecher in den Salewa Shop, wo wir uns mit dem Besitzer ein wenig unterhielten und auch gleich Nummern von Bergsportlern erhielten, um Anschluss zu erhalten – so sollte es auch kommen.

Am Ende des Kriegsdenkmals wacht diese Dame - allgemein wachen in Georgien die Damen!
Am Ende des Kriegsdenkmals wacht diese Dame – allgemein wachen in Georgien die Damen!
Die restaurierte Altstadt Tblisis ist wunderschön ...
Die restaurierte Altstadt Tblisis ist wunderschön …
... und so wie man sich gerne die ganze Stadt wünschen würde
… und so wie man sich gerne die ganze Stadt wünschen würde
...
Eulen trifft man hier öfters an ...
Eulen trifft man hier öfters an …
... wieso haben wir nicht rausgefunden bis dato
… wieso haben wir bis dato nicht herausgefunden

Nun war schon der Vierte des ersten Monats – heute wollten wir endlich den Bazar anschauen gehen und diesmal funktionierte es auch. Hannah und Jakob kamen noch am Vorabend spät wieder heim und waren begeistert von ihrem Kulturtrip nach Gori. Auch Jane und Matze waren begeistert von ihren Pisten in Gudauri und so traf man sich vor dem Bazar, um diesen zusammen zu erkunden. Und der Bazar ist groß – riesen groß!!! Es gibt Essen in allen Arten und Formen. Frisches Fleisch wird zerlegt und Fische kann man sich aus den Becken aussuchen. Gewürze, Reis, Nudeln, Obst und Gemüse und das Alles offen. Auch Klamotten in allen Größen, egal ob neu oder gebraucht, ob total achtziger oder gefälschte Markenklamotten (vielleicht war ja auch das eine oder andere Original dabei :). Das Gewusel machte müde und hungrig aber auch die Kälte gab ihr Bestes, uns in ein warmes Kaffee treiben zu lassen. Auf der Suche fanden wir ein uriges, kleines Restaurant, in welches wir einkehren wollten – das wurde bei Kaffe und Kuchen beschlossen. Es war ja schon ca. 19 Uhr!!! So war die Entscheidung gefallen und der kurze Weg sagte allen zu. Dort angekommen wurde extra ein Tisch für uns frei geräumt und wir fingen an zu bestellen – Wein aus großen Karaffen und georgische Spezialitäten, welche in der Küche von Oma zubereitet wurden. Neben dem Hauptraum waren noch drei kleine Nebenräume vorhanden, in welchen man hinter einem Vorhang seine Privatsphäre hat.
Das Essen war ein wenig wenig dafür war der Wein ein wenig zu viel. Auch ChaCha wurde probiert. Am Nebentisch feierte eine ca. 25 Mann starke Truppe den Nachwuchs von einem der Teilnehmer. Wir kamen ins „Gespräch“, welche mehr aus Gezappel und wilden Gesten bestand als aus Worten und wurden eingeladen auf noch mehr Wein. Die Quetschkommode und eine Trommel fingen an und auch die Männer konnten ihr Tanzbein nicht verhalten. Es wurde gesungen, getanzt, musiziert und noch viel mehr getrunken und getrunken und getrunken – und wohl das Wichtigste in Georgien – getoastet. Jede 10 min wurde ein Toast gesprochen und dieser auch tatkräftig begossen. Es war ein super Abend an dem wir Jungs unsere sichere Heimreise unseren Frauen zu verdanken hatten!!! Auch müssten wir uns bei den netten Georgiern bedanken, welche uns in die richtigen Taxen verfrachteten und uns bis zur Haustüre heimbrachten. Auch die Chefin des Restaurant war glücklich mit uns – sie sprach ein paar Worte mit Theres in Russisch und äusserte sich glücklich, das wir so tolle Gäste waren.

So fing es an ...
So fing es an …
... so endete alles! :)
… so endete alles! 🙂

Der Morgen danach – uns fehlte eine Tasche in der zum Glück nicht viel drin war und Matze war dafür um ein iPhone reicher, das er in seiner Hosentasche fand!!! :) Sein schlechtes Gewissen brachte ihn schnell wieder in das Restaurant, um das Handy dort zu hinterlegen und um ein gutes Ende zu finden, erhielt er dort auch unsere Tasche. Wir vier bevorzugten unsere Wohnung – Hannah und Jacob gingen einen Kaffee trinken und wir zwei blieben im Bett liegen. Theres hatte es nach dem Betreten des Restaurant prophezeit ... „Heute wird es eskalieren!!!!“ :) Gegen Abend kamen noch Jane und Matze zu uns und wir schauten ein paar Bilder von uns an und erzählten von unserer Reise. Am nächsten Morgen ging es für die zwei auch schon wieder Heim. Wir verabschiedeten uns an der Haustür und sie versprachen, wieder zu kommen – wir warten darauf!!!!!!

Auch der letze Tag mit Hannah und Jacob verging zu schnell. Nach einem Kaffe in der Stadt und dem Besuch der Post suchten wir uns ein Lokal, um nochmals zusammen zu essen. Es war gut, aber begeisterte uns lange nicht so sehr, wie zwei Abende zuvor. Daheim blieben wir lange wach, oder um es besser zu sagen Hannah und Johannes blieben wach, bis die zwei Nachts um 3 auf ihr Taxi mussten. Wir hatten eine gute, lange Unterhaltung und die Zeit ging im Flug vorbei. Und auch Hannahs Angst, in der Nacht kein Taxi zu finden war unbegründet – nach 5 min hatten wir eines für 8 Euro gefunden ... viel billiger als es uns gesagt wurde. Der Abschied war kurz und knaggig – die Zeit zusammen dafür toll und reich.

Ihr 4, es war suuuper, dass ihr da wart und uns auf unsere Reise begleitet habt, auch wenn es diesmal nicht lange war – ihr seid immer wieder willkommen!!! Habt es gut daheim und denkt ab und an mal an uns ... :)

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